Nachlese Wundertütenfest

Aus der Informationsseite vom Stadtteilzentrum Biesdorf am 14.09.2021


Kinder, Enkel, Eltern, Großeltern – unser Haus war am Wundertütenfest gut besucht. Als kleine Nachlese präsentieren wir einen Wundertüten-Bericht: Nicht nur ein Besuch beim Mediationscoach Christian führte zu innerer Achtsamkeit, auch Clownin Viola mit bunten Strümpfen und roter Nase erstürmte die Kinderherzen mit lustigen Geigenspiel und Mitmach-Luftballon-Tieren. Größere Kinder erfreuten sich am Eulen-Gipsfiguren bemalen oder Acrylmaltechniken mit Sand. Echte Energie und Begeisterung wirbelte unser Chor Marzahner Promenaden-Mischung in die Runde, das gesungene Märchenbuch war eines der Highlights unseres Festes. Allen kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern danken wir uns recht herzlich für Euren Besuch. Na dann, bis bald mal wieder,
Euer Wundertütenteam vom Stadtteilzentrum Biesdorf
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Wundertüten-Fest im STZ Biesdorf

Aus der Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf vom 26.08.2021


Das Stadtteilzentrum Biesdorf lädt am Sonntag, dem 12. September 2021, zwischen 11:00 und 17:00 Uhr, zum “Wundertütenfest 2021” mit vielen Attraktionen und Ideen ein. Die besondere Überraschung: Wundertüten!
„Wir bieten Attraktionen, die Eltern wie Kinder zum Schulstart 2021 begeistern werden: Wir starten am Sonntag, den 12. September 2021, um 11:00 Uhr, mit drei Mal dreißig Minuten Meditationen für Eltern oder Großeltern gemeinsam mit Kindern. Dann verteilt die Berliner Clownin Julia G. Räusche in ihrem Programm „Der singende Hund“ unsere Schulanfangswundertüten“, freut sich Stadteilzentrumsleiter André Zweigert.  …
Der seit 1990 bestehende Kinderchor Marzahner Promenaden-Mischung unter der Leitung von Dr. Bernd Engling rundet das Programm ab und bietet ein Programm für Jung und Alt. Der Chor geht deutschlandweit auf Konzertreisen und produziert Kinderlieder-CDs.
Es gelten die 3-G-Regeln, Masken stehen für alle Besucher bereit.
Veranstaltungsort:
Stadtteilzentrum Biesdorf
Alt-Biesdorf 15
12683 Berlin
Tel.: 030 / 526 78 45 93

ZDF-Reportage „Zuhause in der Platte“

Aus der ZDF-Mediathek vom April 2021


Einst begehrte Wohnlage, nahm die Attraktivität der Hochhauswohnungen nach der Wende deutlich ab. Trotz ihres schlechten Rufs erlebt Deutschlands einst größte Plattenbausiedlung heute einen regelrechten Boom – und das nicht nur wegen der billigen Mieten.
In der Marzahner Promenade 14 leben etwa 300 Menschen in 144 Wohnungen, verteilt auf 20 Stockwerke. In dem „Dorf hochkant“ läuft es auf den ersten Blick ganz gut. Doch Vandalismus, Ruhestörung oder kleinere Nachbarschaftsstreits gehören hier ebenfalls zum Alltag. Wie hat sich das Zusammenleben im Haus, das vor der Wende erbaut wurde, verändert?
Hausmeister Thorsten Hauff kennt die 20 Stockwerke der Marzahner Promenade 14 wie seine Westentasche. Er ist „Hausi“ der alten Schule und hat das Haus und die Wehwehchen seiner Bewohner gut im Griff. „Du musst deine Arbeit lieben, wenn nicht, kannst du gleich zu Hause bleiben.“ Falsch entsorgter Müll, zugestellte Kellerräume und fast täglich neue Graffiti an den Wänden – Hausmeister Hauff hat alle Hände voll zu tun, das Gebäude in Schuss zu halten. Wenn es bei einem Mieter dann noch von der Decke tropft und eine Wohnungsübergabe im Kalender steht, kommt Hausmeister Hauff ganz schön ins Schwitzen. Doch auch er sieht nicht alles schwarz. Denn das Leben in der Platte hat auch seine schönen Seiten.
Das weiß niemand besser als Bernd Engling. Als Haus-Chronist, Mietervorstand und Chorleiter der „Marzahner Promenaden-Mischung“ ist der 71-Jährige eine Schlüsselfigur der Marzahner Promenade 14. Seit 34 Jahren engagiert er sich für die Gemeinschaft im Haus, begutachtet als Teil des Mieterbeirats einmal im Monat den Zustand der Platte und leistet mit dem liebevoll eingerichteten Haus-Klub im 20. Stock einen unschätzbaren Beitrag zur Kultur im Gebäude. Veranstaltungen können hier wegen der Corona-Pandemie gerade nicht stattfinden. Bei einer abendlichen Jamsession mit Akkordeon und Saxofon wird es im Klub aber für kurze Zeit wieder sehr lebendig.
Und wie erleben andere Bewohner die Gemeinschaft im Haus? Die zehnjährige Glorias Mukami aus Kenia lebt seit 2019 in Marzahn, singt im Chor „Marzahner Promenaden-Mischung“ bei Bernd Engling, ist in Marzahn aber noch nicht ganz angekommen. Für Familie Rokosz aus Polen sollte Marzahn nur eine Zwischenstation sein, wurde dann aber zum Wohlfühl-Zuhause. Mutter Justina erzählt, warum sie heute nicht mehr aus Marzahn wegwill.

Im TV-Programm:              ZDF, 18.04.2021, 17:55 – 18:25

Auch in der Mediathek abrufbar.

 

16. Dezember: Weihnacht ist da

Aus der Internetseite BENN im Quartier Mehrower Allee vom November 2020


Die Marzahner Promenadenmischung lädt ein, sich bei einem virtuellen Ständchen in weihnachtliche Stimmung zu bringen.

„Weihnacht ist da“ ist ein Lied vom kleinen Trommler (deutscher Text: Schneider und Musik: Davis) in einer Tonaufnahme der „Marzahner Promenaden-Mischung“ aus dem Jahr 2016.

Das Foto zeigt das vielseitige Chorensemble vom 59. Familiensingen am 1.12.2019 im Kulturgut Marzahn.

Viel Spaß beim Mitträllern!

      Hier geht's direkt zur Audiodatei

 

 

Die Mischung macht’s

Aus dem Marzahn-Hellersdorfer Kulturkalender Oktober bis Dezember 2020


Die Berliner Kulturlandschaft ist vielseitig. Das gilt besonders für die zahlreichen Chöre. Da gibt es gemischte große und kleine Chöre, Kammerchöre, Vokalensembles, Männer-, Frauen, Kinder-, Jugend-, Schul-, Senioren- und Shantychöre, Gospel-, Pop- und Jazzformationen, Chöre aus unterschiedlichen Kulturkreisen, Kantoreien, Kirchen- und Oratorienchöre sowie Instrumentalgruppen und Orchester mit einem Bezug zum Chorgesang. Allein im Chorverband Berlin sind fast 300 Ensembles mit rund 11.000 Personen. Davon noch nicht erfasst ist ein Chor, der hier im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sein 30jähriges Bestehen feiert. Auch wenn das „Feiern“ in Zeiten der Corona-Pandemie eingeschränkt ist und zum Teil auf’s nächste Jahr verschoben werden muss.

Der Ursprung geht dabei noch länger als 30 Jahre zurück. 1984 hatte sich in Marzahn der „Chor der HGL-Vorsitzenden“ (HGL = Hausgemeinschaftsleitung) gegründet. Der Chor erfreute bei vielen Gelegenheiten junge und ältere Marzahner, auch mit selbstgedichteten Texten und Eigenkompositionen. An der 24. Oberschule Marzahn gab es einen Schulchor, der ebenfalls immer wieder auftrat. Doch die „Wende“ wirkte sich auch hier aus. Mit dem Wegfall der HGL war auch die Zukunft des Chors in Frage gestellt, ebenso unklar war, wie es an der Schule weitergehen soll. Doch man fand eine Lösung. Die beiden Chöre schlossen sich zusammen. Doch wie sollte die neue Gruppe sich nennen, unter welchem Namen auftreten? Die Lösung war bald gefunden: Seit Oktober 1990 trat der Chor unter dem neuen Namen „Marzahner Promenaden-Mischung“ auf. Eine ideale Mischung, wie sich bald zeigte.
Inzwischen wurde aus der Initiative ein Kinderchorensemble, bestehend aus 20 acht- bis zwölfjährigen Mädchen sowie 12 Erwachsenen, darunter drei ehemalige Chorsängerinnen. Der Großteil der Erwachsenen ist mit Vereinsaufgaben betraut. Natürlich wechselt, meist zu Schuljahresbeginn, ein Teil der Sängerinnen. So haben auf diese Weise seit 1990 rund 460 Mädchen und Jungen im Chor mitgewirkt. In den 30 Jahren seines Bestehens bestritt das Ensemble über 1500 Auftritte und war immer ein gern gesehener Gast auf Festen, Feiern und geselligen Veranstaltungen. Regelmäßig auf dem Terminkalender standen das Biesdorfer Blütenfest, die Erntefeste, das Umweltfest oder die „Klangwelten“ im FEZ. Aber auch Reisen standen auf dem Programm, in die Partnerstadt Tychy (Polen), nach Mecklenburg, Hamburg, Brandenburg und in die Partnerstadt Lauingen in Bayern. Dort war der Chor zuletzt im Oktober 2019 gemeinsam mit einer Delegation mit Bürgermeisterin Dagmar Pohle und der Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau sowie anderen Marzahn-Hellersdorfer Künstlern. Anlass waren die Feiern zu 20 Jahre Städtepartnerschaft.
Natürlich hat Corona auch die Promenaden-Mischung einige Zeit lahmgelegt. Gemeinsames Singen war aus Vorsorgegründen lange nicht erlaubt. So hatte man Anfang März noch die Generalprobe für eine besondere Form der Chorarbeit, das „Familiensingen“, durchgeführt. Es sollte im März zum 60. Mal stattfinden. Bei dieser Veranstaltung sollte jeweils das aktuelle Jahresprogramm vorgestellt und in einer halbstündigen Pause das Publikum zum gemeinsamen Singen von beispielsweise Frühlingsliedern mit Hilfe ausgelegter Texthefte animiert werden. Für dieses Jahr war geplant, das einstündige Programm „Auf uns Kinder kommt es an“ mit poppigen Liedern und Tänzen für Kinder wie für Junggebliebene zu präsentieren. Doch wenige Tage nach der Generalprobe stoppte die Pandemie die Veranstaltung sowie weitere Chorproben, neun geplante Auftritte sowie die vorgesehene Konzertreise nach Eberswalde.
Erst Mitte August konnte der Probenbetrieb wieder starten. Um den nötigen Abstand zu wahren, bot die Schulleitung dem Chorleiter und Vereinsvorsitzenden Dr. Bernd Engling an, die Gesangsstunden einfach in den Speiseraum der Peter-Pan-Schule zu verlegen. Engling zeigte sich überglücklich über die Regelung, dass es zumindest mit Beginn des neuen Schuljahres wieder losging mit dem gemeinsamen Singen.
Nur mit den Auftritten ist es vorerst schwierig. So musste auch die für den 10. Oktober geplante Jubiläumsveranstaltung abgesagt werden. Sie wird nun voraussichtlich am 20. März 2021 nachgeholt. Doch ein Termin soll bleiben: Am Sonntag, dem 29. November, will die Promenaden-Mischung gemeinsam mit anderen Chören um 18 Uhr auf dem Marzahner Dorfanger beim 3. Adventssingen vorweihnachtliche Lieder anstimmen. Bis dahin wird auch eine neue, die siebente CD der Marzahner Promenaden-Mischung erschienen sein, die zum Jubiläum als „Best of“ mit Titeln aus 30 Jahren MPM produziert wird. Der Titel: „Die Mischung macht’s“.

Karl Forster
                                                                                                                          Fotos: Horst Löser