Sonne und Superstimmung beim Kiezfest

Aus der Marzahner Zeitung 6B/1995


Petrus meinte es gut mit dem Bürgerkomitee „Marzahner Promenade“ und dem TSV Marzahner Füchse, die am 17.6. zu ihrem dritten Kiezfest rund um den Sportplatz Franz-Stenzer-Straße eingeladen hatten. So einen zahlreichen Besuch wie dieses Mal hatten die Veranstalter noch nie. „Die Leute haben wieder mehr Lust zu solchen Festen“, registrierte Horst Löser, Chef der Füchse, zufrieden.

Die Marzahner Promenaden-Mischung, die 4. Gesamtschule und der Sportjugendclub trugen zum Gelingen des Festes bei.

Kiezfest der „Füchse“

Aus der Berliner Zeitung vom 19.06.1995


Sport und Spiel an der Franz-Stenzer-Straße

Marzahn. Zu einem Kiezfest hatte der TSV Marzahner Füchse am Sonnabend die Einwohner in die Sportanlage Franz-Stenzer-Straße geladen.

Hunderte Marzahner waren dem Ruf nach Sport, Spiel und Spaß, so das Motto der Veranstaltung, gefolgt. So beteiligten sich neun Fußball-Freizeitmannschaften an einem Turnier, das die Vietnam-Füchse gewannen. Den Wettbewerb der zehn Volleyball-Sechser entschied die Vertretung der Sparkasse für sich. Regen Zuspruch fand ein Strettball-Wettkampf. An acht Brettern gab es Simultanschach. Die Organisatoren hatten an alle Altersklassen gedacht. Bei den Senioren stand Bowlingt hoch im Kurs, während die Jüngsten auf der Fahrrad-Hindernisstrecke Mut und Geschicklichkeit bewiesen. Die Vorführungen der Feuerwehr fanden ebenso viel Interesse.

Auch die Kultur kam nichtzu kurz. So traten unter anderem die Marzahner-Promenaden-Mischung auf, der Siedlerchor Alt-Glienicke und der Chor der 4. Gesamtschule. Die Initiative „Berliner Hilfe für die Kinder aus Tschernobyl“ nutzte das Fest, um für ihre Aktionen zu werben.

md

Bayern, nicht nur „ein Maß“

Aus der Marzahner Zeitung 6A/1995


Auf Einladung von Horst Löser, Vorsitzender des Sportvereins Marzahner Füchse, besuchten Vertreter des Bundes der Berliner und Freunde Berlins e.V. am 29. Mai unseren Bezirk.

Gemeinsam für Berlin-Marzahn: Hubert Götz, Vorsitzender des Landesverbandes Süd und des Kreisverbandes Dillingen, Wolfram Spiller, Vorstandsmitglied der Sport-Arge Marzahn, Horst Löser, Ralf Borkert, Fraktionsvorsitzender der SPD, Vize-Präsidentin Heilwig, Dr. Bernd Engling, "Marzahner Promenadenmischung" Präsident Heinz-Constantin Last und Christian Klahr, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Der 1951 gegründete Bund, mit gegenwärtig gut 20 000 Mitgliedern in über 150 Kreisverbänden in Deutschland, hatte einst das Ziel, die „Insel Westberlin“ im Bewußtsein der Menschen und Politiker der alten BRD wach zu halten. Seit dem Mauerfall setzen sich ie Mitglieder u.a. dafür ein, daß der Hauptstadtbeschluß gefaßt wurde und nun schnell und kostengünstig realisiert wird, so der Präsident des Bundes der Berliner und Freunde Berlins, Heinz-Constantin Last. Dazu soll die geschichtliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage Berlins den Menschen in den alten und neuen Bundesländern vermittelt sowie Kontakte auf vielfältigen Ebenen aufgebaut werden. So wie das Bild der Bayern als biertrinkende Lederhosenbuben ein einseitiges ist, so falsch ist es, Berlin auf Eisbein mit Sauerkraut und Marzahn auf das Bild eines Betonsilos zu reduzieren. Im bayerischen Dillingen kennen einige Menschen Marzahn schon als einen interessanten und lebenswerten Bezirk in Berlin. Das ist Vertretern des Marzahner Sports, der Marzahner Promenadenmischung und dem Kreisverband Dillingen an der Donau des Bundes der Berliner und Freunde Berlins zu danken. Gegenseitige Besuche, Sportwettkämpfe und Informationen finden statt. Im September wird eine Schulklasse aus Dillingen Marzahn besuchen, und die Marzahner Promenadenmischung sowie etwa 20 Marzahner Familien werden unseren Bezirk in Dillingen vorstellen.

Präsident Heinz-Constantin Last unterbreitete den Vorschlag, daß sich 1996 Marzahn als Berliner Bezirk mit einer Ausstellung, kulturellen und sportlichen Beiträgen in einem der alten Bundesländer präsentiert.

H. Löser

 

Noch mehr zum Bummeln und zum Kaufen

Aus der Marzahner Zeitung 4B/1995


Chor und Kiez

Da, wo man singt, da laß dich ruhig nieder … Dr. Bernd Engling (45) wohnt nicht nur seit Jahren in der Marzahner Promenade, hat hier auch schon so manches Fest erlebt und mitgestaltet. Ein bißchen mehr von Festtagen könnte getrost auch im Alltag rüberkommen … Jedenfalls verhilft er der Straße mit einem ganz besonderen „Klangkörper“ seit 1984, neuformiert 1990, zu weitreichendem Ruhm. Er leitet die Marzahner Promenaden-Mischung e.V., einen gemischten Chor, der aus 40 Kindern und zehn Erwachsenen besteht. Die Kinder kommen zumeist von der 34. Grundschule, wie auch ihre rührige Musiklehrerin Frau Boesecke. Und Chor trifft es auch nicht so genau, weil Tänze und Musikal-Clown-Nummern ebenso vertreten sind. 150 Auftritte stehen bislang zu Buche, nicht nur im Kiez. Die Mitwirkung bei der CD-Produktion des Liedermachers Gerhard Schöne im August 1993 gehörte zu den besonders stolzen Augenblicken. Dr. Engling hat so manches Lied für die Promenaden-Mischung komponiert und getextet. In einem davon, das von der Marzahner Promenade handelt, kommt auch die allseits beliebte Post vor. Sollte sie weichen – woran leider kaum noch zu zweifeln ist – hat sie wenigstens einen dauerhaften Platz im Liedgut sicher. …

Rudolf Bensel

Mit Gerhard Schöne auf CD

Aus der Marzahner Zeitung 5A/1995


Anika oder Steffi als Solistin?

So lautete die spannende Frage, als wir gemeinsam mit sieben anderen Chorkindern der „Marzahner Promenaden-Mischung“ und den AG-Leitern  Dr. Engling und Frau Boesecke am 7.4. in ein Tonstudio nach Baumschulenweg fuhren. Dort erwartete uns der Liedermacher Gerhard Schöne, von dem wir viele lustige Lieder im Programm haben. Mit ihm hatte unser Chor schon vor zwei Jahren Studioaufnahmen für seine CD „Bis die Katze bellt“ gemacht. Diesmal sollten wir zwei Titel aufnehmen. Bei  dem Lied „Klein Kapütze mit der roten Mütze“ war ein Solo zu singen. Das Lied  hatte eine einfache Melodie, enthält aber auch einige schwierige Sprechstellen, die jedoch besonders deutlich zu hören sein sollten. Nachdem wir mit Hilfe eines Textblattes und einer Kassette mit einer Begleitmusik bei Chorproben und allein  zu Hause geübt hatten, erwartete uns im Studio die Entscheidung. Obwohl wir beide fleißig geübt hatten, dachte jede, die andere würde es schaffen. Das war ganz schön nervend. Im Tonstudio sangen wir zuerst beide das Lied vor, dann einzelne Strophen. Gerhard Schöne war ganz nett und gab uns Hinweise, was wir verbessern müssen. Dann fiel die Entscheidung: wir durften beide singen, bei Sprechstellen wechselten wir uns ab. Da waren wir sehr erleichtert und hatten richtigen Spaß an der Arbeit. Verschiedene Textstellen mußten mehrmals aufgenommen werden, bis endlich alles klappte. Danach waren wir geschafft, aber glücklich. Gerhard Schöne war zufrieden und bedankte sich.
Wer „unser“ Lied einmal hören möchte, muß sich die CD „Böses Baby Kitty Schmidt“ besorgen, die ab Juni im Handel sein wird. Auch unser zweiter Titel „Konfetti, Spaghetti“ (Das Lied vom fetten Mann) ist lustig und schwungvoll; es wird sicher nicht nur uns gefallen.

Anika Oelsner
Steffi Henning
Schülerinnen der 6. Klasse